Kaufnebenkosten Immobilien berechnen: Was kommt auf den Kaufpreis drauf?
Wer beim Immobilienkauf nur den Kaufpreis im Blick hat, erlebt eine böse Überraschung: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler kommen obendrauf — typisch 10–15 % des Kaufpreises. Bei 300.000 € sind das bis zu 45.000 € zusätzlich, die die Bank meist nicht mitfinanziert. Dieser Rechner schlüsselt alle Kaufnebenkosten für jedes Bundesland auf.
Kaufnebenkosten berechnen
Formel: Gesamtinvestition berechnen
Gesamtinvestition
- GrESt
- Kaufpreis × 3,5–6,5 % (je Bundesland)
- Notar
- Kaufpreis × ca. 1,5 % (Kaufvertrag + Grundschuld)
- Grundbuch
- Kaufpreis × ca. 0,5 % (Eigentumsumschreibung)
- Makler
- Kaufpreis × 3,57 % inkl. MwSt. (wenn vorhanden)
Beispiel NRW mit Makler: 300.000 + 19.500 + 4.500 + 1.500 + 10.710 = 336.210 € Gesamtinvestition.
Beispielrechnung: 300.000 € Kaufpreis, NRW, mit Makler
Kaufnebenkosten-Aufschlüsselung
- Kaufpreis
- 300.000 €
- Grunderwerbsteuer (6,5 %)
- 19.500 €
- Notar (1,5 %)
- 4.500 €
- Grundbucheintragung (0,5 %)
- 1.500 €
- Makler (3,57 %)
- 10.710 €
- Gesamtinvestition
- 336.210 €
Kaufnebenkosten: 36.210 € = 12,1 % des Kaufpreises. Ohne Makler: 25.500 € = 8,5 %.
Kaufnebenkosten-Tabelle: NRW, verschiedene Kaufpreise
| Kaufpreis | ohne Makler | mit Makler |
|---|---|---|
| 250.000 € | 21.250 € | 30.175 € |
| 300.000 € | 25.500 € | 36.210 € |
| 400.000 € | 34.000 € | 48.280 € |
| 500.000 € | 42.500 € | 60.350 € |
NRW (6,5 % GrESt), Notar 1,5 %, Grundbuch 0,5 %, Makler 3,57 % inkl. MwSt.
Warum Kaufnebenkosten die Rendite drücken
Kaufnebenkosten erhöhen die Gesamtinvestition ohne Gegenwert — sie erhöhen weder den Mietertrag noch den Verkaufserlös. Wer die Nettorendite korrekt berechnet, setzt die Jahresnettomiete ins Verhältnis zur Gesamtinvestition (Kaufpreis + Nebenkosten), nicht nur zum Kaufpreis. Bei 12 % Kaufnebenkosten sinkt die Nettorendite gegenüber der Bruttorendite entsprechend.
→ Nettorendite korrekt berechnenKaufnebenkosten beim Finanzierungsplan einrechnen
Banken finanzieren Kaufnebenkosten in der Regel nicht — sie müssen vollständig aus Eigenkapital gedeckt werden. Wer 20 % Eigenkapital auf den Kaufpreis plant, muss zusätzlich 8–12 % für Nebenkosten einkalkulieren. Bei 300.000 € bedeutet das: 60.000 € EK für den Kaufpreis plus ca. 25.500–36.000 € Nebenkosten = rund 86.000–96.000 € benötigtes Eigenkapital insgesamt.
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